jochen volpert '9'

Künstler:JOCHEN VOLPERT – Titel: 9 - Medium: CD Spiellänge: 38:43 Min. – Label: Eigenproduktion – Text: Mike Kempf

 

Germany 12 Points“ scheint aus der Fabelwelt zu sein, in der einst NICOLE für die schwarz/rot/gold-Farben den Grand Prix [Eurovision Song Contest 1982] gewann. Lange ist es her, und aktuell sorgen die Jurys eher dafür, dass sich teilnehmendes deutsches Lieder-Kulturgut dauerhaft im Abstiegskampf befindet. Wobei – „Ein bisschen Frieden“ – kann die Welt schon gut gebrauchen. Auch wenn es hier beim Gehörten nicht 'dreizehn' schlägt, zumindest hat der Würzburger Edelgitarrist nun alle '9'-ne geschafft.

 

»Einige denken, dass die Veröffentlichung eines reinen Instrumentalalbums eine einfache Sache ist. Doch die Umsetzung ist schwieriger als man ahnt.« so der Protagonist. Um darauf näher einzugehen, bedarf es mehrmaliger Umläufe, eines neunteiligen Werks, für die er eine Gesamtspiellänge von knapp vierzig Minuten anberaumt hat.

 

Gleich zur anfänglichen „Wednesday Party“ hat er auf die Dienste der WÜRZBURGER FUNKY-HORNS in Form von INGO MERTENS, KLAUS WANGORSCH und GERHARD 'FLUPPI' CÄSAR gesetzt. Entstanden ist eine abwechslungsreiche groovie Nummer, die Appetit auf mehr macht. Mit dem '12 Punkte für Deutschland'-Traum und „The Astronaut“ dokumentiert der Würzburger Musiker seine Vielfältigkeit, brilliert vor allem beim neuneinhalb-minütigen 'Astronauten' mit gefühlvollem Saitenzupf, der auf den von DIRK BLÜMLEIN (Bass), ACHIM GÖSSL (Tastenspiel) und JAN HEES (Schlagzeug) rhythmisch erzeugten Untergrund bestens zur Geltung kommt.

 

VOLPERT-Experten wissen, der Gitarrist kann auch Blues. Hier empfehle ich die Ballade „In Tears“ als Hörprobe. Ein Musikfachmann vom 'Radio Blues&Rock Garage' hat es meiner Meinung nach voll auf den Punkt gebracht: 'Wie schon bei seinen sieben Vorgänger-Alben präsentiert sich JOCHEN VOLPERT auch auf der neuen CD-Produktion „NINE“ abwechslungsreich, genreübergreifend „vielsaitig“ und gitarristisch anspruchsvoll'.

 

In der Tat ist die Platte eher etwas für den anspruchsvollen Musikinteressierten. Fans, die sich gerne mit Musik aus einer Mischung von Blues, Jazz, Rock und Experimentellem hören. Da kann man sogar mit VOLPERTs Finaltrack „The End Of The World“ gut umgehen, wird dem Konsumenten in gut zwei Minuten vor Augen geführt, mit wie viel Kreativität der Künstler nicht nur diesen Song, sondern all seine bisherigen Alben entworfen hat. Da wo VOLPERT drauf steht, steckt auch VOLPERT drin – und zwar zu 100 %. Und da ich nach wie vor bei ihm und seine Begleitmusiker, von den Arrangements der Lieder und vom Sound keinerlei Schwächen ausfindig machen kann, spricht aus meiner Sicht nichts gegen den Erwerb

der '9'.

 

 

Line up:

Jochen Volpert (electric guitars, guitars effects, synthesizer #8)

Achim Gössl (piano, organ, synthesizer #1,3,4,5,7,8)

Dirk Blümlein (bass #1-8)

Jan Hees (drums, percussion)

Würzburger Funky-Horns:

Ingo Mertens (trombone, horn #1,5,7)

Klaus Wangorsch (trumpet #1,5,7)

Gerhard 'Fluppi' Cäsar (saxophone #1,5,7)

 

Setliste:

01. Wednesday Party [04:04]
02. Germany 12 Points [03:02]
03. The Astronaut [09:31]
04. In Tears [05:07]
05. November [03:12]
06. No Sports [02:34]
07. Very British [03:45]
08. Coming Home [05:04]
09. The End Of The World [02:08]


www.jochen-volpert.de


 


 


 


 


 


 


 

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